Lieblings-Kollege

Sagt der Kollege (nach einwöchiger Abwesenheit meinerseits): „Schön, dass Du wieder da bist. Ohne Dich ist es doof.“

Hach!!!

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Sprachfetzen (3): Kuchen

Sonntagmorgen in der Bäckerei: Die beiden älteren Damen vor der Drachenfrau können sich nicht entscheiden, welchen Kuchen sie nehmen wollen…

Nach einigem Hin und Her und weil die Schlange an der Theke immer länger wird, fragt die Verkäuferin resolut „Wieviele Stücke?“ – „Drei und drei.“ – Die Verkäuferin wählt ein Papptablett und wartet ab. „Drei Apfel, drei Aprikosenstücke und drei Puddingteilchen.“ -„Das sind neun. Sie sagten drei und drei.“ – „Ja, das sind neun.“ –  „Nein, sechs.“ – „Nein, neun.“ – Die Verkäuferin packt schweigend ein zweites Paket Kuchen und die Drachenfrau schweigt voller Bewunderung….

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Sprachfetzen (2): Journal vs. Royal

Beim Lieblings-Griechen: Herr am Nebentisch bestellt für seine zwei Damen (Mama und Ehefrau) „Kir Journal“ und für sich ein „Helles Bier“. Der Kellner bestellt an der Theke ungerührt“Zwei Kir Royal und ein Pils“. Dann bestellen alle jeweils zwei Vorspeisen. Und dazu bestellt der Herr einen „mittelsüßen“ Wein für die Damen. Das ist wohl sowas zwischen halbtrocken und lieblich? Der Kellner ordert einen „Imiglykos“, das ist süß. Süß. SÜSS! Und zu jeder Runde einen Ouzo für jeden… Das reicht, um mit der Vorspeise auszukommen und völlig zu vergessen, dass man eigentlich noch einen Hauptgang bestellen wollte… „Noch drei Ouzo bitte!“ – Na also, wer sagts denn? Schmeckt doch! 

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1986… als der Videorekorder die Wohnzimmer eroberte

Gestern las ich über eine amerikanische Familie, die ein Jahr lang im Jahr 1986 leben will, also technologisch, nicht wirklich. Zeitreisen sind ja leider noch nicht erfunden. Ohne Internet, ohne Smartphone, ohne DVDs und CDs, ohne HDTV etc. Sie besitzen ein Festnetztelefon, einen Fernseher mit Antenne, einen Videorekorder, ein Radio und eine Nintendo-Spielekonsole.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/us-familie-mcmillan-leben-ohne-smartphone-und-internet-a-931140.html

Ja, das waren noch Zeiten, als man immer wieder die Wählscheibe des (natürlich nicht schnurlosen) Telefons drehen musste, um die Oma in Düsseldorf zu erreichen. 0 – drrrrt – 2 – drrrrt – 1 – drrrrt – 1 – drrrrt – 7 – drrrt – 0 – drrrt – Mist, verwählt. Hörer auflegen, wieder abnehmen und nochmal: 0 – drrrrt – 2 – drrrrt – 1 – drrrrt – 1 – drrrrt – 7 – drrrt – 1 – drrrt – usw., um dann das nervtötende tuuuut-tuuuut-tuuuut zu hören, weil die Oma mal wieder dauertelefonierte. Oma besaß dazu ein Telefonschränkchen mit eingebauter gepolsterter Bank, damit es sich bequemer telefonierte. Bei uns in der Wohnung gab es einen Telefonschrank ohne Bank, da musste man stehen. „Fasse Dich kurz.“ war die Devise meines Vaters in Zeiten der minutengenauen Abrechnung von Telefonaten. Ferngespräche – wenn überhaupt – waren immer nur zum Mondscheintarif erlaubt, also ab 21 Uhr, vorher war es zu teuer. Damals schrieb man alternativ noch Briefe und Postkarten. Ja, so war das.

Dann die Videorekorder. Das Programmieren. Das war etwas für Experten, daran sind auch viele kluge Köpfe gescheitert. Wenn man stundenlang mit der Gebrauchsanleitung vor dem Fernsehschrank auf dem Wohnzimmerteppich lag, um eine Sendung aufzuzeichnen, die man gerne sehen wollte, man aber zum Ausstrahlungszeitpunkt nicht zu Hause war. Wiederholung am nächsten Vormittag? Fernsehen vormittags????? Muhahahaaa! Nee, das ging immer erst um halb vier mit der Kinderstunde los! Also entweder aufnehmen oder darauf verzichten. Und somit sind wir bei der Geschichte, die ich gerne erzählen möchte.

 

Es muss tatsächlich um 1986 gewesen sein, als der Vater des damaligen Lebensabschnittsgefährten der Drachenfrau (damals noch Drachenfräulein) einen Videorekorder anschaffte. Der Plan des 007-Fans war, sämtliche James-Bond-Filme aufzunehmen, damit sie jederzeit zur Verfügung standen, wenn es ihn danach gelüstete. Und wer sollte das neue Schmuckstück anschließen? Wer sollte den Anwender in der Bedienung schulen? Genau, das Drachenfräulein.

Eines Samstagsnachmittags war es dann soweit. Nach längerem Kampf mit den Kabeln, ebenso langem Rumdrehen an den Fernsehkanälen und vielen Flüchen (die hier nicht wiederholt werden sollen) empfing der Rekorder endlich das richtige Signal. Wie das Aufzeichnen einer Sendung nun von statten gehen sollte, erläuterte das Drachenfräulein dem Schwiegervater-in-Spe ausführlich. Er nickte immer brav und verständig und man hatte tatsächlich den Eindruck, dass er das Procedere verstanden hätte.

Am selben Abend sollte einer der begehrten James-Bond-Filme im Fernsehen laufen und es war geplant, diesen aufzuzeichnen. Kurz vorher rief der Schwiegervater-in-Spe panisch an und teilte mit, er hätte das gerade noch mal testen wollen, aber das ginge alles nicht und der Rekorder nimmt nix auf. Das Drachenfräulein hatte keine rechte Lust, schon wieder dahin zu fahren und versuchte sich in Ferndiagnose.

„Ist beim Fernseher das Programm 0 eingeschaltet?“ – „Ja.“

„Ist beim Videorekorder das erste Programm eingeschaltet?“ – „Ja.“

„Hast Du Play und Aufnahme gleichzeitig gedrückt?“ – „Ja.“

„Und?“ – „Passiert gar nichts.“

Ratlosigkeit.

Da das Drachenfräulein sich der mangelnden Geschicklichkeit ihres Schwiegervaters-in-Spe bewusst war, fragte sie vorsichtig „Hast Du die Kassette richtig rum reingesteckt?“

Stille.

„Eine Kassette???????“

Fehlersuche erfolgreich abgeschlossen. Die Kassette, die er anscheinend als dekoratives Element betrachtet hatte, wurde in den Rekorder gesteckt (richtig herum!) und schon funktionierte alles. Es reichte dann gerade noch, um „Octopussy“ – sogar mit Vorspann – für die Ewigkeit aufzuzeichnen.

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Rudolph lebt… eine Weihnachtsgeschichte

Mittagspause. Die eine Kollegin knabbert Spekulatius, die andere schält eine Apfelsine. Beides zusammen verschafft dem Büro ein wunderbar weihnachtliches Aroma. Und das passt auch gerade sehr gut, denn wir planen unsere diesjährige Weihnachtsfeier. Und wo wir schon einmal beim Thema sind, fällt mir spontan eine schöne Geschichte über Weihnachten, den Glauben an den Weihnachtsmann und Kindermund ein, die sich genau so vor einigen Jahren zugetragen hat.

 

Alle Jahre wieder…

 …kommt das Christuskind. Die Drachenfrau kennt das aus ihrer Kindheit noch sehr gut. Da kam nämlich wirklich zu Weihnachten das Christkind und brachte die Geschenke, nicht der Weihnachtsmann. Den gab es damals nur in seiner Funktion als Nikolaus. Anfang Dezember wurde abends der Wunschzettel auf die Fensterbank gelegt und nachts, wenn alles schlief, kam das Christkind und holte ihn ab. Wenn man lieb war, bekam man das Gewünschte, wenn nicht, dann nicht. Und das war auch ganz in Ordnung so. Das Christkind kam an Heiligabend auch immer ganz heimlich, nur die Mama durfte es sehen, und wenn es davonflog, läutete es ganz sacht ein kleines Glöckchen. Erst dann durfte das weihnachtlich geschmückte Zimmer mit dem strahlenden Weihnachtsbaum und den gefüllten Weihnachtstellern betreten werden. Soweit die Erinnerungen der Drachenfrau an die Weihnachtsfeste ihrer Kindheit.

Das Christkind scheint aus der Mode gekommen zu sein, heutzutage kommt zu Weihnachten der Weihnachtsmann mit lautem „Hohoho!“ aus dem Schnee in die Wohnung gestapft, trägt die Geschenke (viele Geschenke!) in einem riesigen Sack herum und verteilt sie mit vielen strengen Blicken an die Kinderschar.

Und damit der Weihnachtsmann auch wirklich kommt, gibt es Weihnachtsmannagenturen, wo man ihn bestellen kann. Und genau das taten die Großeltern von Drachenfraus Patenmädchen an besagtem Weihnachtsfest vor etlichen Jahren.

Das Patenmädchen war schon sechs und hatte bereits mehrfach lauthals kund getan, dass es nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube, das wäre etwas für kleine Kinder und sie sei ja schon groß, schließlich käme sie im Sommer schon in die Schule. Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten beschworen sie jedoch, diese ketzerischen Worte nicht vor den kleineren Cousinen und Cousins zu wiederholen, da diese sehr wohl noch an den Weihnachtsmann glaubten und man ihnen die Freude nicht verderben dürfe. Das wurde hoch und heilig versprochen, und so konnte die Bescherung losgehen.

Es war ein für unsere Gegend außergewöhnlicher Heiligabend, denn es hatte zum Entzücken der Kinder tatsächlich ergiebig geschneit. Die ganze Großfamilie war im Wohnzimmer versammelt, als die Tür aufging und der Weihnachtsmann (mit „Hohoho“ – Sie erinnern sich?) hereinkam. Er sprach jedes Kind mit Namen an, lauschte geduldig den aufgeregt gestammelten Gedichten und ermahnte die Kinder wegen diverser Unartigkeiten (die ihm natürlich die Eltern aus pädagogischen Gründen gesteckt hatten) mit erhobenem Zeigefinger, aber dennoch auf nette Weise. Doch, der Mann war sein Geld wert, unbedingt. Alle Anwesenden waren sehr zufrieden. Und auch das Patenmädchen, das nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubte, sah ihn mit großen Augen an und nahm sehr kleinlaut und andächtig die Geschenke entgegen.

Nachdem der gute Mann in Begleitung eines der Onkel das Haus verlassen hatte, stürzten sich die Kinder auf die Geschenke. Und die Erwachsenen begaben sich auf ein Glas Sekt in die Küche.

Einen Augenblick später kam der Onkel grinsend herein und erzählte leise, dass der Weihnachtsmann leider im Schnee den Blumenkübel in der Einfahrt nicht gesehen hat und dagegen gefahren sei. Niemand hatte bemerkt, dass das Patenmädchen ebenfalls in die Küche gekommen war, um eins ihrer Geschenke zu präsentieren.

Sie schaute mit großen, erschrockenen Augen ihren Onkel an und flüsterte mit bebenden Lippen und zitternder Stimme: „Ist den Rentieren etwas passiert?“

Da mussten alle lachen und der Onkel fragte: „Ich dachte, Du glaubst nicht mehr an den Weihnachtsmann?“ – Patenmädchen trotzig: „Tu ich auch nicht, aber Rentiere gibt es ja wirklich, die habe ich schon im Zoo gesehen.“

Verblüffende Kinderlogik. Den Weihnachtsmann gibt es nicht, aber er kommt natürlich mit einem Rentierschlitten.

Ach ja, falls es jemanden interessiert: Den Rentieren ist nichts passiert, der Onkel hat beim Wegfahren ganz deutlich das Leuchten von Rudolphs roter Nase gesehen. Ich schwör! 

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Coooooool!

Die Drachenfrau und der beste Ehemann von allen in der sogenannten City. Vor ihnen ein supercooler Typ mit supercoolem Kumpel. Basecap falsch rum auf, Hosenbund auf halb acht, Unterhose gut sichtbar, na ja, sowas eben. Cooler Typ zu coolem Kumpel: „Ey, weißte, ey. Ich bin einfach cool… immer… weißte? Da kommt kein anderer mit. Halt dich immer an mich, dann lernste viel übers coolsein.“ Kumpel nickt beeindruckt.

Auch die Drachenfrau und der beste Ehemann von allen frösteln schon fast wegen der Coolness, die der Bengel ausstrahlt. Da fällt der Blick auf das einzige, das die absolute Coolness etwas schmälert, nämlich auf den buntgeblümten Einkaufswagen, den Mr. Ice hinter sich herzieht.

Da wird es einem doch gleich wieder warm ums Herz.

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Büro, Büro…

Kennt das noch jemand? Die wunderbare Vorabendserie „Büro, Büro“ aus den Achtzigern? Manchmal fühle ich mich direkt hineingebeamt in die Firma Lurzer KG, auch wenn wir keine Trimmgeräte herstellen. Für das Drehbuch muss doch jemand hier spioniert und alles mitgeschrieben haben. Anders kann ich mir diese verblüffenden Übereinstimmungen nicht erklären.

 

Erst heute früh, kurz nach acht…

…steigt die Drachenfrau nichts Böses ahnend aus dem Aufzug, da schreit schon der Chef von weitem mit leicht panischem Unterton: „Ich brauch Sie mal dringend. Kommen Sie mal sofort in den Besprechungsraum.“ Die Drachenfrau stürzt in ihr Büro, Telefon blinkt, Chef hatte schon mehrfach angerufen. Ja nun… gleitende Arbeitszeit eben…

Jacke aus, Tasche hingepfeffert, Laptop geschnappt und los. Wiiichtige Präsentation für den Geschäftsführer. Chef hektisch, alles muss jetzt ganz schnell gehen.

Der Termin ist um halb zehn, Chef muss aber um neun schon los, damit er pünktlich da ist – klar!

Umfangreiche Änderungen an der gestern eigentlich schon fertiggestellten Präsentation erforderlich – auch klar!

Chef hat schon dran rumgefummelt, dabei die Fußnoten versehentlich gelöscht, die Reihenfolge der Folien vertauscht und die Formatierung zerschossen – sooo was von klar!

In einer knappen Stunde hat die Drachenfrau erstens die ursprüngliche Präsentation repariert, zweitens mehrere neue Folien hinzugefügt, drittens weitere Folien geändert, viertens die Erläuterungen aus den Folien gelöscht und in die Notizen verschoben. Alles dadurch erschwert, dass der nervöse Chef hinter ihr steht und an der Stuhllehne wackelt. Fertig. Jetzt noch schnell siebenmal ausdrucken.

Die Drachenfrau heftet das gerade in ihrem Büro zusammen, da kommt der Chef reingestürzt und reißt ihr die fertigen Exemplare aus der Hand. „Ich zähl mal eben, ob das auch wirklich sieben sind.“

*seufz*

Chef: „Eins, zwei, drei (eins fällt runter), vier, fünf, sechs“.

Er hebt das runtergefallene auf und behauptet, es wären nur sechs.

Drachenfrau: „Und das runtergefallene.“

Chef: „Nein, das hab ich doch aufgehoben.“

Drachenfrau: „Aber nicht mitgezählt.“

Chef: „Gut, dann nochmal. Eins, zwei, drei, vier (eins fällt runter), fünf, sechs.“

Chef hebt das runtergefallene auf und ruft triumphierend „Sehen Sie, doch nur sechs!“

*seufz*

Drachenfrau zählt es ihm gaaanz langsam vor und da ist er endlich zufrieden. Nee, wat fürn Kasperletheater hier!

 

Jetzt erst mal einen Tee und ein Bütterken!

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