Neulich im Supermarkt…

Zu diesem Blogbeitrag hat mich Svenjas Bericht über Einkäufe im Internet inspiriert (http://mysvenja.blogspot.de/2013/01/warum-ich-lieber-online-einkaufe.html), einer meiner Lieblingsblogs, den ich bei dieser Gelegenheit wärmstens empfehlen möchte.

Erfolgreich einkaufen in örtlichen Geschäften wird nämlich tatsächlich immer schwieriger, nicht nur wenn man einen Petschaft kaufen möchte, sondern manchmal sogar bei ganz alltäglichen Dingen wie… Tee.

Der beste Ehemann von allen hat nämlich vorletztes Jahr eine so genannte „Kaffeesystemmaschine“ gekauft… eigentlich nur, weil ein Bekannter sie auch hat und weil sie in Sekundenschnelle einen leckeren Latte Macchiato zaubern kann und weil sie gerade im Sonderangebot war und weil er neue Geräte sowieso liebt und weil unsere Küche ja noch nicht voll genug ist. Aber dieses Maschinchen ist besonders schlau, denn es kann neben Latte Macchiato, Cappuccino, Kaffee, Espresso und Kakao auch Tee kochen. Wenn man die entsprechenden Einwegkapseln (Discs) hat… und damit sind wir beim Thema.

Ich bin Teetrinkerin seit ich denken kann. Kaffee verursacht bei mir Magenschmerzen, und da ich sowieso schon ein nervöser Mensch bin, tippe ich nach einer Tasse kräftigen Kaffees bis zur Decke. Damit befinde ich mich in einer Minderheit – jedenfalls in meinem Bekannten- und Kollegenkreis. Die meisten trinken Tee nur, wenn sie krank sind und können meine Leidenschaft nicht nachvollziehen. Am liebsten schütte ich mir den Tee mit losen Teeblättern frisch auf. Das ist aber etwas zeitaufwändig und daher griff ich bisher auch auf Teebeutel zurück, zum Beispiel morgens, wenn ich noch nicht richtig wach bin.

Nun gibt es eben für unsere neue „Kaffeesystemmaschine“ auch verschiedene Teesorten. Die Disc wird in die Maschine gelegt, die Maschine wird eingeschaltet und nur 30 Sekunden später hält man eine Tasse aromatischen Earl Grey in der Hand. Und der schmeckt erstaunlich gut. Nur das Einkaufen dieses Tees verursacht Probleme. Zunächst bekam ich den Tee in fast jedem Supermarkt und auch in einem großen Elektronikmarkt, bei dem der beste Ehemann von allen die Maschine gekauft hat. So nach und nach wurde der Tee aber fast überall aus dem Sortiment genommen bzw. war ständig ausverkauft.

Zuletzt hatte nur noch eine große Supermarktkette vor Ort den Tee im Sortiment, und dort wollte ich neulich Nachschub besorgen. Leider gab es keinen Earl Grey, sondern nur Waldfrüchte und Grünen Tee mit Pfefferminzgeschmack, beides nicht mein Fall. Gut, meine Vorräte waren noch nicht ganz aufgebraucht, also hab ich den Einkauf verschoben. Eine Woche später das gleiche Bild: Waldfrüchte und Pfefferminz-Grüntee (ist offenbar auch nicht der Fall der anderen Kunden), aber kein Earl Grey.

Auf Nachfrage an der Information, wann es den Tee denn wieder gibt, erhielt ich die erstaunliche Antwort:

„Erst wenn der andere Tee verkauft ist. Wir können den nur sortiert bestellen.“

„Das heißt, ich müsste den ganzen Tee aufkaufen, damit Sie wieder Earl Grey anbieten können?“

„Ja.“

„Das ist aber nicht sehr kundenfreundlich.“

Schulterzucken.

Nee, ne???

Recherche im Internet ergab, dass es nicht nur den von mir geliebten Earl Grey für die Maschine bei mehreren Anbietern gibt, sondern dass man auch durchaus noch andere Sorten bestellen kann. Vergangenen Freitag habe ich also eine kleine Auswahl verschiedener Tees bestellt, die bereits gestern geliefert wurde. Und nun schwelge ich in Earl Grey, Darjeeling, Étoile de Russie und English Breakfast. Legga!!!

Und trotz Versandkosten war der Tee billiger als hier im Supermarkt. Schade, lieber örtlicher Einzelhandel, winke winke.

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Über drachenfrau

Drachenfrau Geboren, aufgewachsen und immer noch wohnhaft in einer kleinen Großstadt im Bergischen Land. Liebt eigentlich Hunde, hat aber Katzen. Wollte eigentlich nie heiraten, hat aber jetzt den besten Ehemann von der Welt. Möchte am liebsten Opernarien singen, hat aber überhaupt keine Stimme. Mag eigentlich keine Politiker, ist aber politisch aktiv. Wollte eigentlich einen aufregenden internationalen Job, ist aber in einem mittelständischen Unternehmen gelandet und fühlt sich dort geradezu unanständig wohl. Alles weitere beizeiten...
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2 Antworten zu Neulich im Supermarkt…

  1. Das ist auch genau meine Erfahrung. Inzwischen schaue ich schon vorher, ob es den gewünschten Artikel auch online gibt, bevor ich mich im Geschäft enttäuschen lasse. Früher konnte ich das nicht so gut, weil ich zu ungeduldig war und etwas unbedingt sofort haben wollte. Aber heute habe ich die Geduld.
    Wobei der Preis gar nicht das Ausschlag gebende ist. Und ein besonderes Argument: Bei Online Bestellungen hat mein ein Rückgaberecht und kann einen Artikel eventuell einmal, das soll aber die Ausnahme sein, zurücksenden. So letztens mit einer Kamera, die ich ein Wochenende lang getestet habe und die nicht gut war. Im Fotoladen hätte ich die nicht zurückgeben können.

    Viele Grüße
    Svenja

    • drachenfrau schreibt:

      Ui, der erste Kommentar, wie schön. Danke Svenja. 🙂
      Das mit dem Rückgaberecht ist ein gutes Argument für Online-Bestellungen, das stimmt. Der Preis ist für mich auch nicht das Wichtigste, sondern eher die Verfügbarkeit.

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