Besuch von der GEZ…

…bekommt man ja neuerdings nicht mehr. Die einen freut es, die anderen finden es schade, weil jetzt gar niemand mehr vorbeikommt. Mir ist jedoch der letzte Auftritt der GEZ in meinem Elternhaus in guter Erinnerung geblieben:

Es klingelt. Unten bei den Eltern. Geht mich ja eigentlich nichts an, aber ich weiß nicht, ob sie schon vom Einkaufen zurück sind. Darum gehe ich mal gucken. Als ich im Treppenhaus ankomme, hat mein Vater die Tür bereits geöffnet und ich werde Zeugin des folgenden Dialogs:

 

Junger Mann: „Guten Tag, mein Name ist Müller, ich komme vom WDR.“

Mein Vater: „Guten Tag. Es tut mir leid, aber ich gebe heute keine Interviews, bitte wenden Sie sich wegen eines Termins an mein Management.“ (Papa!)

Herr Müller: „Äh, das ist ein Missverständnis, eigentlich komme ich von der GEZ.“

Mein Vater: „Also wenn Sie nicht so genau wissen, wo Sie herkommen, sollten Sie vielleicht wieder dahin zurückgehen und nachgucken.“ (Wo er recht hat…)

Herr Müller: „Nein, ich komme vom WDR und der übernimmt die Beitragsbeitreibung der GEZ.“

Mein Vater: „Aha, dann haben wir das ja jetzt geklärt. Und nun?“ (Das würde ich auch gern wissen.)

Herr Müller: „Ja, also es ist so: Sie sind nicht in meiner Liste.“

Mein Vater: „Ja, schade. Wie haben Sie dann hergefunden?“ (Gute Frage. Respekt!)

Herr Müller: „Weil wir alle Adressen mit den Beitragszahlern abgleichen. Und Sie sind nicht als Beitragszahler bei der GEZ registriert.“

Mein Vater: „Gut, dann unterlassen Sie doch bitte zukünftig diese lästigen Abbuchungen von meinem Konto.“ (Jawoll!!!)

Herr Müller: „Ja wie?“

Mein Vater: „Ja was?“ (Grinz)

Herr Müller: „Sie zahlen GEZ-Beiträge?“

Mein Vater: „Ja leider.“ (Eben.)

Herr Müller: „Dann müssen Sie dieses Formular ausfüllen, damit ich Sie als Beitragszahler registrieren kann.“

Mein Vater: „Füllen Sie das doch aus, Sie haben mich ja jetzt gefunden.“ (Im Delegieren war Papa schon immer gut.)

Herr Müller: „Vielleicht schicke ich Ihnen lieber einen Brief.“

Mein Vater: „Das ist eine gute Idee. Vielleicht antworte ich Ihnen darauf.“

 

Herr Müller verabschiedet sich hastig und ward nicht  mehr gesehen. Einen Brief haben wir nicht bekommen, aber abgebucht haben sie weiterhin.

Wie mein Vater schon sagte: Lästig!

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Jackpot

Chef zur Drachenfrau: “Spielst Du eigentlich jede Woche Eurojackpot oder nur, wenn es einen Jackpot gibt?” 

 

Öööömmmm…

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Mitten im Ruhrpott…

…feiert die Gattin des Schwiegerpapas ihren Geburtstag. Sie ist dort geboren und aufgewachsen und das hört man auch. Wer Tana Schanzara noch kennt, weiß, was ich meine.

Es gibt nachmittags eine große Kaffeetafel und abends ein kaltes Büffet, die Bewirtung ist reichlich und lecker, die Tischrunde lebhaft. Vier Töchter hat sie, die haben alle Doppelnamen. Sie heißen Unsa-Gabi, Unsa-Britta, Unsa-Monika und Unsa-Sabine. Es gibt auch drei Schwiegersöhne dazu, die haben sogar Vierfachnamen, die heißen nämlich Unsa-Gabi-ihr-Mann, Unsa-Britta-ihr-Mann und Unsa-Sabine-ihr-Mann. Monika ist nicht verheiratet und ihr Freund heißt – richtig geraten: Unsa-Monika-ihr-Freund. Die dazugehörigen Kinder kann sich die Drachenfrau nur teilweise merken und da es auch schon zwei Urenkel gibt, wird die Sache gelegentlich etwas unübersichtlich für die angeheiratete Verwandtschaft aus dem Bergischen Land.

„Dat“ und „wat“ gehören in jeden Satz und das stört uns überhaupt nicht. So nach dem Motto: „Unsa-Monika hat en neuet Kleid, dat is wat schöööön.“ Herrlich!

Unsa-Monika ist leider verhindert und hatte sich darum schon vormittags zum Gratulieren eingefunden. Das Geburtstagskind entschuldigt sie bei uns und erzählt strahlend: „Unsa-Monika hat mir ein Geburtstagsständchen auffer Gitarre gesungen, dat war wat schöööön.“

Der beste Ehemann von allen grübelt seitdem darüber nach, wie er es schaffen kann, auf seiner Gitarre ein Lied zu singen…

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So, das musste ja passieren!

Dass ich es nämlich nicht schaffe, regelmäßig hier etwas zu schreiben. Doof, aber jetzt – so im Nachhinein – nicht mehr zu ändern. Ich werde versuchen, mich zu bessern, fest versprochen!

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Garnelen und andere Maßeinheiten…

Die Drachenfrau und der beste Ehemann von allen sind mit der S-Bahn unterwegs. Die Bahn ist mäßig besetzt und so bekommt man gut mit, über welche Themen sich andere Reisende so unterhalten.

Auf der anderen Seite des Gangs sitzen zwei ältere Paare und sprechen über die USA. Das eine Paar hat dort offenbar vor kurzem einen Verwandtenbesuch gemacht und ergeht sich nun in Lobeshymnen über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Insbesondere die gut ausgebauten Autobahnen (Heiwäis) haben es ihnen angetan. Und der Treibstoff ist dort ja soooo billig, nein, man kann es kaum glauben, fast geschenkt.

Der Amerikafahrer erzählt, wie erschrocken sie zunächst waren, weil der angegebene Preis an den Tankstellen ihnen sehr hoch erschien. „Aber dann haben wir gemerkt, dass das Benzin nicht in Litern gerechnet wird, sondern in dreieinhalb Litern, so genannten… äh… wie hieß das noch, Herta?“ Sie: „Irgendwas mit G… Golo…dings…“ Er: „Nee, anders… Gerloben? Nee… Garonen…?“ Sie: „Nee, auch nicht… Wart mal, das fällt mir gleich ein. Irgendwas mit Gulu vorne oder so ähnlich.“

So geht das eine Weile, bis die Drachenfrau Mitleid bekommt und mit „Gallonen“ aushelfen will. Aber zu spät, denn da haben sich der Amerikafahrer und seine Gattin schon geeinigt. Auf… „Garnelen“!

„Pack den Tiger in den Tank“ ist out, wir packen ab sofort Garnelen in den Tank… davon passen ja auch viel mehr rein.

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Verschlafen…

Frühmorgens, alles dunkel. Die Drachenfrau wacht auf, schaut verschlafen auf die Uhr und erschrickt. Rüttelt den besten Ehemann von allen an der Schulter: “Du hast verpennt, es ist schon gleich vier!” – Ehemann schreckt hoch, flucht, springt aus dem Bett, fährt in die Hausschuhe und flitzt ins Bad.

Die Drachenfrau dreht sich zufrieden noch Mal um und ist im Nu wieder eingeschlafen. Kurze Zeit später wird sie von ihrem verärgerten Ehemann an der Schulter rüde wieder wachgerüttelt. “Es ist Samstag!”

Ups…

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Schwager…

Drachenfraus Schwager hat ja – wegen seiner elend schlechten Augen – nie den Führerschein machen dürfen. Wenn größere oder schwerere Sachen eingekauft werden müssen, wendet er sich deshalb vertrauensvoll an die Drachenfrau oder ihren besten Ehemann, seinen Bruder. Neulich war es wieder einmal soweit. Da die Drachenfrau auch einkaufen musste, passte es gut und wir erledigten unsere Einkäufe in Eintracht. Anschließend wollte die Drachenfrau noch einen Lottoschein abgeben. Ja… ich weiß: die Chancen, beim Lotto sechs Richtige – möglichst noch mit Superzahl – zu tippen, sind verschwindend gering… wie gering, kann ich aufgrund meiner fehlenden Mathematikkenntnisse zum Glück nicht errechnen. Also versuche ich es – ganz naiv – immer mal wieder. Irgendjemand muss ja schließlich gewinnen, also warum nicht ich?

Schwager beobachtete mich dabei und zeigte sich ganz entsetzt, dass ich einfach einen “Quick-Tipp” orderte, also einen Lottoschein mit Zufallszahlen, anstatt selber einen Schein auszufüllen. Sein Argument: Damit kannst Du ja nicht gewinnen, denn die Lottogesellschaft weiß ja jetzt, welche Zahlen Du getippt hast und zieht natürlich ganz andere Zahlen!

Okee… kurz war ich verunsichert, konnte aber gleich wieder auftrumpfen: “Aber da ist doch dieser Notar, der die Ziehung überwacht!” Er: “Na ja, aber der steckt doch mit denen unter einer Decke.” Verflixt….

Die Lottogesellschaft hat jedenfalls seitdem mein vollstes Mitleid, denn sie muss die Quick-Tipps von mehreren hunderttausend Spielern analysieren, dann den Notar bestechen, um ihn dazu zu bringen, keine dieser hunderttausend Tipp-Kombinationen als Ziehung zuzulassen (was umso schwerer wird, als diese Ziehung live erfolgt)… Nun ja, niemand hat gesagt, dass der Job einfach würde. Hätten sie mal etwas Gescheites gelernt. ;)

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